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By C9W.de

360° und VR in der Architekturkommunikation

Gewinnen Sie einen Überblick

360° und Virtual Reality - jeder hat davon gehört, einige haben es selbst schon mal verwendet, aber nur wenige kennen wirklich die Unterschiede und die jeweiligen Anwendungsbereiche im Real Estate Marketing.


Auch wenn beide Techniken oft in einen Topf geworfen werden sind 360° und VR zunächst einmal zwei verschiedene Dinge. Trotz vieler Gemeinsamkeiten unterscheiden sie sich in wesentlichen Punkten. Wir ermöglichen Ihnen einen grundsätzlichen Überblick ohne uns in Details zu verlieren.


Beginnen wir mit 360°. Was ist 360°?


360° ist ein interaktives Medium für fast alle Plattformen. 360°Panoramen können Sie sich als Kugelbilder vorstellen. Es gibt 360°Stills und 360°Videos. In letzteren folgt der Betrachter dem Kamerapfad. Ansonsten ist der Standpunkt des Betrachters nicht aktiv veränderbar. Um die Inhalte zu betrachten bietet 360° per Definition 3 Freiheitsgrade (3-DOF - Degrees of freedom).

Das heißt in alle Richtungen gibt es etwas zu sehen. Man kann auf und ab sowie nach links und rechts schauen und in einem Headset betrachtet auch den Kopf seitlich neigen. Im Unterschied zu VR ist Um-die-Ecke-sehen ist nicht möglich.

Wie entsteht 360° Content?


Für Aufnahmen existierender Immobilien und Orte verwenden Sie 360°Kameras. Bei noch in der Planung befindlichen Projekten bietet sich die Möglichkeit solche Panoramen zu rendern.


Bis auf Ausnahmen sind mit Kameras aufgenommene 360°Panoramen nicht stereoskopisch. Das heißt beide Augen betrachten die Umgebung aus genau dem selben Winkel und als Ergebnis besitzen die Bilder keinen “3D Effekt”. Gerenderte Inhalte können hingegen mit räumlicher Tiefenwirkung ausgegeben werden.


Wie werden 360°Inhalte präsentiert?


Ein großer Vorteil von 360°Inhalten ist, dass diese auf nahezu jedem Endgerät angesehen werden können. Eingebunden in die Projektwebseite erreichen Sie Ihre Klienten wo auch immer diese sich für eine virtuelle Besichtigung entscheiden.

Um sich umzuschauen und interaktive Inhalte auszuwählen wird auf Desktoprechnern mit der Maus navigiert - mobil auf dem Tablet und dem Mobiltelefon mit den Fingern. Zudem bietet sich die Option das mobile Gerät zu bewegen und zu drehen, um sich umzuschauen. Den größten Grad an Immersion erlangt man beim Betrachten durch ein Headset.


Welche weiteren Optionen bietet 360°?


Ein einziges Panorama kann schon beeindruckend sein. Es bietet sich aber die Möglichkeit des Verknüpfens zu einer Tour. Hierzu werden mehrere 360°Panoramen miteinander verlinkt und der Betrachter kann sich von einem Standpunkt zum nächsten “bewegen” - beispielsweise von Raum zu Raum.

Anwendung findet diese Technik insbesondere bei Innenraumpräsentationen, aber nichts spricht gegen die Einbindung von Außenraum-360°Panoramen. Mittels einer solchen Tour erschließen sich Ihren Interessenten räumliche Zusammenhänge deutlich intuitiver als unter Verwendung eines Grundrisses und “normaler” Bilder und 3D Visualisierungen.


Noch etwas zu 360°Video?


Eine virtuelle 360°Tour durch ein Objekt als Video kann helfen den Betrachter zu lenken, er verliert jedoch die Option länger an Ort zu verweilen. Eine solche Kamerafahrt wird mit einer 360°Kamera erstellt, aber der Aufwand den Kameramann herauszuretuschieren ist groß. Bei 360°Photos kann man dieses Problem mittels Timer oder Fernauslöser umgehen.

In einer gerenderten, computergenerierten Videotour dieser Art stößt man hingegen auf recht hohe Renderzeiten. Ob sich der Aufwand dafür lohnt sollte sorgfältig abgewogen werden.

Nun zum Thema Virtual Reality. Was ist VR?


Virtual Reality ist ein immersives und interaktives Medium zum Betrachten und Erleben virtueller Szenen auf VR-Headsets. Dies können Räume, Landschaften oder ganze Welten sein.

Generell bietet VR alle sechs Freiheitsgrade. Das heißt man kann auf und ab, nach links und rechts schauen, den Kopf neigen und die Bewegungen auf, ab, links, rechts, vor und zurück ausführen - Sie können also auch hinter Dinge und um Ecken herumschauen. Zudem bedeutet es, dass Sie sich mittels Schritten in der echten Welt durch die virtuelle Umgebung bewegen können.

Das Raumgefühl in VR ist absolut überzeugend. In der Regel werden VR-Inhalte in Echtzeit berechnet, aber hier sind die Grenzen zu Inhalten wie gerenderte 360°3D-Videos (“VR-Video”) mit nur 3-DOF fließend.

Wie entsteht VR Content?


In der Architektur findet VR am häufigsten Verwendung zur Präsentation von Um- und Neubauten, aber auch für Aufnahmen existierender Immobilien und Orte gibt es spezielle Kameras und Techniken, die - wie beispielsweise die Photogrammetrie - ähnliches ermöglichen.

Bei noch in der Planung befindlichen Projekten bietet sich die Möglichkeit das komplette computergenerierte 3D-Planungsmodell zu exportieren und für die VR-Anwendung aufzubereiten.

Wie werden VR Inhalte präsentiert?


Virtual-Reality-Inhalte werden auf Headsets angesehen. Das Spektrum reicht von einfachen Kartons mit Einschubfach für Smartphones bis hin zu kabelgebundenen Geräten mit HighendPCs zur Berechnung der Bilder. Erstere sind qualitativ sehr mangelhaft und die Erfahrung mit solchen Techniken kann regelrecht abschreckend wirken. Daher raten wir davon ab.


Als richtige VR-Headsets bezeichnen wir spezifisch für diesen Zweck entwickelte Geräte. Eingeteilt wird hier in 2 Kategorien: In die mobilen und in die stationären Systeme.

Die stationären, kabelgebundenen Systeme verfügen dank leistungsstarker PC-Grafikkarten und externer Sensoren über die Möglichkeit alle 6 Freiheitsgrade zu berücksichtigen, wo hingegen die User mobiler Headsets sich bislang mit 3 Freiheitsgraden begnügen mussten.

Stand 2019 ist jedoch, dass dank Inside-out-trackings endlich die ersten mobilen Headsets ohne PC-Power mit 6-DOF auf den Markt drängen. Damit fallen die nächsten Hürden für die breite Verwendung von VR.

Da der Detailgrad der in Echtzeit berechneten Szenen stark von der Leistungsfähigkeit der eingesetzen Hardware abhängt, wird es auch auf lange Sicht parallel noch PC-Systeme geben.


Welche Optionen bietet VR?


In VR können virtuelle Begehungen in ungebauter Architektur realisiert werden. Sich frei durch die virtuellen Räume zu bewegen ist wirklich überzeugend, man spricht von einer hohen Immersion. Neben der Möglichkeit alle Vorzüge Ihres Objekts wirklichkeitsnah zu simulieren bietet sich die Option Ihre Interessenten zwischen verschiedenen Ausstattungslinien wechseln zu lassen.

Um die Immersion und die erzeugten Emotionen zu steigern können gezielt Lichtszenarien und Musik eingespielt werden.

Zu behaupten es gäbe keine technischen Grenzen wäre falsch, aber grundsätzlich ist erst einmal alles denkbar. Mit VR machen Sie den Immobilienkauf zu einem Erlebnis.

Vergleich 360 vs.VR


Trotz einiger Überschneidungen gibt es klare Abgrenzungen zwischen den Techniken. Beide haben Ihre Stärke und Schwächen - 360°Inhalte können breiter präsentiert werden, mit VR erzeugen sie jedoch die die stärkeren Emotionen bei Ihren Klienten. Mehr zu VR hier.

Sie sind beide als - sich einander nicht ausschließende - Ergänzungen zu den etablierten Immobilienmarketingwerkzeugen zu betrachten.

Während der Strategieentwicklung sollte das Anwendungspotenzial von 360° und VR für Ihr jeweiliges Projekt sorgfältig in einer Kosten-Nutzenanalyse abgewogen werden.


Wir verfügen bereits über einige Jahre Erfahrung mit diesen jungen Technologien und würden uns freuen Sie dazu beraten zu dürfen.

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Mehr über was wir für Sie tun können erfahren Sie hier: www.C9W.de - Architekturkommunikation.

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